Die Verbindung zwischen Musik und Emotion – woraus besteht sie?

Die Verbindung zwischen Musik und Emotion – woraus besteht sie?

Emotionen werden durch Musik, Ton und Geräusche beeinflusst. Gleichzeitig haben starke Emotionen bedeutender Künstler bereits zu den bekanntesten, besten und am meisten polarisierenden Lieder und Werken der Welt geführt. Emotionen und Musik stehen damit in einem wohl einzigartigen Zusammenhang – aber woraus besteht dieser Zusammenhang wirklich? Betrachten wir Gefühle und musikalische Werke der Vergangenheit und der Gegenwart in ihrer Prägung der damaligen gesellschaftlichen Stimmung und ihren Einfluss auf die Emotionen der Menschen.

Emotionen als Inspiration für Musik

Starke Gefühle haben immer schon als Inspiration für großartige Werke gedient. Egal ob die Gefühle nun Herzschmerz, Glück, Neid oder einfach Freude waren, die niedergeschriebenen Werke im jeweiligen Gefühlszustand wurden oft zu Meisterwerken. Denken Sie zum Beispiel an die Komposition „Elise“ von Beethoven. Im Herzschmerz über die verlorene Liebe zu einer Frau schrieb er das Stück um es ihr zu schicken. Die in Liebe und Trauer entstandene Komposition erreichte später durch die berührende und einprägsame Melodie Weltberühmtheit.

Lieder und Musik als Beeinflussung in unserer Gesellschaft

Umgekehrt wird Musik nicht nur von der Stimmung des Musikers geprägt, sie prägt nämlich auch den Hörer des Werkes. Das wird in unserer Gesellschaft im großen Stil verwendet, um verschiedenen Ziele zu erreichen. Denken Sie an Heiratsanträge, bei denen der Klang von Violinen im Hintergrund die Romantik der Situation wortwörtlich hervorstreicht. Oder den Klang beim Betreten von Geschäften in der Einkaufsstraße, der zunehmend oft ertönt. Musik wird also auf persönlicher Ebene genutzt, um Menschen in eine bestimmte Richtung zu beeinflussen, um eine Stimmung zu erzeugen und zu verstärken.

Noch viel wirkungsvoller ist der Einfluss von Emotionen auf den Hörer allerdings, wenn er nicht mehr auf persönlicher Ebene erfolgt, sondern tausende oder sogar Millionen Menschen gleichzeitig anspricht. Beispielsweise bei Kundgebungen und Reden vor Publikum ist das der Fall. Werbeanzeigen, die im Fernsehen ausgestrahlt werden nutzen die Macht der Musik um den Zuschauern bestimmte Gefühle zu vermitteln – Interesse an einem Produkt, Sehnsucht nach Abwechslung in Form von neuem Konsum und andere Dinge.

Einen wahrscheinlich noch kraftvolleren und mächtigeren Einfluss macht Musik beim Militär. Vor und während fast aller Kriege haben zu der Zeit entstandene Lieder die Stimmung der Menschen beeinflusst. Marschmusik soll an das Durchhaltevermögen und die Zähigkeit der Soldaten appellieren. Das Volk und die Allgemeinheit wurden hingegen durch Lieder aus dem Fernsehen und Radio manipuliert. Meistens vermitteln die Lieder ein Bild der Notwendigkeit und Ehrhaftigkeit, einen Krieg weiterzuführen – menschliche Verluste und Not werden dadurch bewusst in den Hintergrund gerückt.

Nicht nur der Text beeinflusst

Obwohl der Text ein Lied oder eine Komposition prägt, ist es doch meistens die Melodie und der Rhythmus, der den Großteil der Emotionen beim Menschen auslöst. Der Text bietet meistens nur die geistige Begründung für Gefühle die durch Rhythmus, Melodie und Wahl der Musikinstrumente ausgelöst wird. Ausschlaggebend ist auch die Regelmäßigkeit der Melodie. Verändert sie sich deutet das auf Aufschwung, Aufruf zur Tat (zum Beispiel den Kauf von einem Produkt) oder dem Wunsch nach Veränderung hin. Bleibt Melodie und Rhythmus am Boden, ist das oft ein Appell an das Weitermachen des Bisherigen, Durchhalten und Zusammenrücken, oft verwendet bei militärischen Konflikten.

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